FBI erhält Zugriff auf ausserhalb der USA gespeicherten Google-E-Mails

Ein US-Amerikanisches Gericht hat die Datenschutzrechte von Nicht-US Bürgern kürzlich drastisch eingeschränkt - wer eine kostenlose, von Google angebotene E-Mail-Adresse besitzt (gmail.com), muss in Zukunft damit rechnen, dass - auch wenn die Nachrichten auf einem Server ausserhalb der USA gespeichert sind, diese vom FBI eingesehen und analysiert werden können.

Spitzfindige Begründung des Urteils

Der zuständige Richter begründete dies mit der Tatsache, dass Google die auf Servern ausserhalb der USA gespeicherten Nachrichten jederzeit auf Server innerhalb der USA übertragen könnte, und so keine Beschlagnahme durchgeführt werden muss. Die Eigentumsrechte des E-Mail-Kontoinhabers würden dadurch nur minimal eingeschränkt.

Einspruch möglich

Google wird voraussichtlich gegen diese Entscheidung Einspruch einlegen, da sich mehrere Urteile zu ähnlichen Fällen widersprechen. So hatte ein anderes Gericht schon früher geurteilt, dass Microsoft E-Mails, die auf Servern innerhalb er EU gespeichert waren, nicht weitergegeben werden müssen. Laut eigenen Angaben erhält Google jährlich ca 25000 Anfragen nach E-Mail Einsicht.

Fazit:

Wer Wert auf sichere Daten legt, sollte keinesfalls US-amerikanische Dienste wie z.B. Google, Microsoft oder Apple nutzen. Hier besteht die Gefahr, dass die Daten jederzeit von US-amerikaischen Behörden eingesehen werden können. Dies gilt nicht nur für E-Mails, sondern auch für Dateien, Adressen, etc. Ganz besonders Unternehmen sollten darauf achten, dass Ihre Daten nach europäischen bzw deutschen Standards gespeichert werden.

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Quelle:
http://www.pcwelt.de/a/google-muss-fbi-mails-von-ausserhalb-der-usa-geben,3389189

2017-02-21