4K Auflösung unter Windows 10 mit Intel HD Graphics 4000

Wer sich einen UHD Monitor mit 4K Auflösung (3840*2160 Pixel) gönnt und diesen an seinen Laptop mit Intel HD Graphics 4000 Chipsatz per HDMI anschließen möchte, findet sich sehr schnell in einer ungünstigen Situation wieder. Windows 10 unterstützt nämlich von Haus aus nur FullHD, d.h. 1920*1080 Pixel. Für einen Monitor mit vierfacher Auflösung natürlich etwas wenig. In diesem Artikel möchten wir zeigen, wie man trotzdem die volle Auflösung des Monitors verwenden kann.

Ist 4K (UHD) überhaupt möglich?

Vorneweg - der HDMI Port eines Laptops mit Intel HD Graphics 4000 unterstützt maximal die Version HDMI 1.4 , d.h. es ist zwar möglich, eine Auflösung von 3840*2160 Pixel zu erreichen, allerdings nur mit einer relativ niedrigen Wiederholfrequenz von max. 24Hz. Also ist die Antwort auf die obige Frage ein klassiches "Ja, aber ...".

Wem dies zu wenig ist, der muss wohl oder übel in den sauren Apfel beissen und sich ein Laptop mit DisplayPort 1.2 (DP1.2) kaufen, oder im Fall eines Gaming-PCs eine entsprechende Grafikkarte zulegen. In diesem Artikel wollen wir uns jedoch damit beschäftigen, den Monitor trotzdem mit nativer Auslösung zu betreiben, ungeachtet anderer Möglichkeiten, d.h. wir setzen den Laptop mit Intel HD 4000 als gegeben voraus.

Was ist zu tun?

Das Zauberwort lautet in so einem Fall "CustomModeApp". Mit diesem Tool erzeugen Sie eine benutzerdefinierte Auflösung, die Sie dann für den Windows Desktop verwenden können. Damit ist es immerhin möglich, einen 4K Monitor an einem solchen Laptop zu betreiben.

Dabei sollten Sie beachten, den neuesten Treiber für die Intel HD 4000 zu verwenden.

Im ersten Schritt muss das Programm CustomModeApp gestartet werden - dieses finden Sie im Verzeichnis C:\Windows\System32 . Nach dem Start des Programms müssen Sie zuerst auswählen, für welches Display Sie eine benutzerdefinierte Auflösung erstellen möchten. Da wir hier von einem Laptop ausgehen, müssen Sie den externen Monitor statt des internen Displays auswählen.

Im nächsten Schritt geben Sie die Daten der neuen benutzerdefinierten Auflösung ein - im Fall einer 4K Auflösung wäre dies eine Breite von 3840 und eine Höhe von 2160 Pixeln. Als Wiederholfrequenz müssen Sie - wie eingangs schon erwähnt - 24Hz einstellen. Höhere Werte übersteigen die maximale Bandbreite des HDMI Adapters. Mit Klick auf "Hinzufügen" werden die Einstellungen gespeichert.

Falls Sie nach Klick auf Hinzufügen eine Fehlermeldung erhalten, versuchen Sie, die Wiederholfrequenz auf 23Hz einzustellen. Sollte dies ebenfalls nicht funktionieren, ist Ihr Laptop leider nicht UHD fähig. In diesme Fall können Sie evtl den Monitor noch mit 2560*1440 Pixeln betreiben - zwar nicht 4K, aber besser als FullHD. bei dieser Auflösung sollten 30Hz als Wiederholfrequenz möglich sein.

Abschließend noch ein Neustart

Wie bei Windows so üblich, benötigt der Treiber einen Neustart, damit die Auflösung korrekt erkannt wird. Nach dem Neustart kann nun die neu erstellte Bildschirmauflösung bei "System -> Bildschirm" ausgewählt werden. Eventuell müssen dazu die Erweiterten Enstellungen ausgewählt werden.

Fazit:

Auch mit einem relativ alten Intel HD 4000 Grafikchip können Displays mit 4K Auflösung und HDMI verwendet werden - alles mit der Einschränkung, dass nur eine relativ geringe Bildwiederholfrequenz möglich ist. Dies ist natürlich keine optimale Lösung, aber besser als einen 4K Monitor mit lediglich FullHD Auflösung zu betreiben.

2017-06-13