Welche Programme werden bei mir automatisch gestartet?

Bestimmt kennt der Eine oder Andere die Situation - beim Booten startet der Rechner langsam, oder nach dem einloggen dauert es gefühlte Ewigkeiten, bis der Rechner reagiert und man sinnvoll arbeiten kann. Daran muss nicht unbedingt langsame Hardware Schuld sein, auch Programme, die beim Booten / Login automatisch mitgestartet werden, können den Systemstart langsam machen.

Einfache Kontrolle - Autostart im Task Manager

Am einfachsten lässt sich prüfen, welche Programme beim Einloggen gestartet werden, indem man den Taskmanager startet und auf den Tab 'Autostart' wechselt. Wenn dort viele Programme in der Liste eingetragen sind, die möglicherweise die Startauswirkung 'Hoch' haben, dann bedeutet dies, dass beim Systemstart viele Programme die automatisch mitgeladen werden, den Start langsam machen und so verzögern.

Ändern kann man dies, indem man auf einen Eintrag rechtsklickt und im erscheinenden Menü auf 'Deaktivieren' klickt. Entscheiden, welches Programm deaktiviert werden soll, muss man natürlich selber - aber generell gilt, dass man hier nichts falsch machen kann. Auch wenn man alle Programme auf 'Deaktiviert' stellt, wird der Rechner beim nächsten Neustart noch richtig booten und man kann sich wieder anmelden. Diese Programme sind meist unkritisch, da sie oft nur irgendwelche Updater starten, wie etwa bei Adobe Produkten (Flash, Acrobat, etc). Hierbei stellt sich sowieso die Frage, wieso diese Update-Checker ständig im Hintergrund mitlaufen müssen, statt z.B. nur 1x täglich zu prüfen. Sollte trotzdem einmal ein Gerät nicht mehr funktionieren, reicht es, das Programm wieder zu aktivieren und einen Neustart durchzuführen.

Wer mehr Optionen zur Kontrolle der Autostart-Optionen haben möchte, der sollte sich Mark Russinovichs autoruns genauer ansehen.

Noch mehr Kontrolle

Wie bereits erwähnt kann autoruns so ziemlich alles, was beim Systemstart gestartet wird, aktivieren oder auch dekativieren. Da man mit diesem Tool auch Treiber und Dienste verwalten kann, sollte man zuvor etwas genauer überlegen, ob der betreffende Eintrag auch wirklich deaktiviert werden soll, da sonst u.U. der Rechner nicht mehr richtig startet.

Im Zweifelsfall sollte man also besser keine Systemdienste oder wichtige Treiber deaktivieren.

Die Bedienung des Programms ist ganz einfach: Nach dem Start werden zuerst alle möglichen Methoden des Autostarts geprüft und aufgelistet. Die gefundenen Elemente kann man dann ganz einfach per Klick auf den Haken aktivieren oder auch deaktivieren. Wie schon erwähnt sollte man dabei aber etwas Vorsicht walten lassen!

Autoruns ist ein offizielles Tool von Microsoft Sysinternals und kann hier gedownloadet werden:
Microsoft Sysinternals

Fazit:

Den Autostart 'auszumisten' kann schon sehr sinnvoll sein, besonders bei Rechnern mit langsamen Magnetplatten. Wenn unnötige Programme aus dem Autostart entfernt werden, startet der Rechner schneller und eventuell werden so auch unnötig mitlaufende Hintergrundprogramme nicht mehr geladen. Die Tools dazu sind sehr einfach zu bedienen, man sollte jedoch im Falle von autoruns etwas Vorsicht walten lassen.

Quelle:
Microsoft Sysinternals

2018-07-11